Nachdem samstags kurz vor der Abreise noch diverse Bleiprobleme gelöst werden mussten, fuhren wir gespannt nach Bartholomä los. Nach navigatorischen Differenzen erreichten wir wohlbehalten den Flugplatz und allen Unkenrufen zu trotz, wurden wir herzlich willkommen geheißen und fanden neben einem schattigen Campingplatz auch ein schönes Clubheim mit großer Küche vor.

Der besondere Charme vom Sonderlandeplatz Amalienhof wird einem beim ersten Flugbetrieb bewusst, wenn man morgens im Clubheim der Heubacher frühstückt, die Winde der Akaflieger aufbaut und von Fellbachern betreut wird. Bei diesem Rundum-Paket fühlten wir uns schnell heimisch. Das Wetter blieb der einzige Punkt der uns einen Strich durch die Rechnung machte. Nachdem der Sonntag komplett mit Regenschauern durchzogen war, ließen wir uns montags nicht die Motivation nehmen und führten während der Sonnenphasen die ersten Einweisungsstarts durch. Unsere amerikanischen Gäste konnten ihre ersten Flugerfahrungen sammeln und wir übten uns mal wieder im Windenfliegen. Gekrönt wurde der Abend mit Pasta aglio e olio á la Möller.

Der Dienstag überraschte mit erstaunlich gutem Wetter, und so führten Frank und Björn die ersten längere Streckenflüge durch. Claudia testete zusammen mit unserem Gastgeber Tim seinen Calif. An Alternativprogrammen mangelte es ebenfalls nicht. So besuchten wir unter anderem das Steiff-Museum, das Mercedes-Museum und die Werkstatt von Schempp-Hirth. Ergänzt wurde das Schlecht-Wetter-Programm durch Bücherlesen, virtuellem Kuller nachbauen, kochen und unserer Flugschülerin Lisa zeigen, was eigentlich "löten" ist oder wie man sich einen "Schrumpfschlauch" vorstellen muss. Die Mädels backten dann sogar noch einen ganz besonderen Kuchen :-)

Der Donnerstag bescherte uns wieder Regen, die ersten Pfützen auf dem Platz und eine Truppe die sich nicht abschrecken ließ, denn auf Regen folgt bekanntlich wieder Sonnenschein. Björn verschätzte sich dann beim Heimweg und musste daher dem Flugplatz Heubach einen Besuch abstatten. Zur Freude unserer UH, die sowieso betankt werden musste, nachdem schon ein neuer Anlasser frisch eingebaut wurde. Der erste Teil der Truppe verließ uns schon vor dem Wochenende, während die nächsten Piloten und Flugzeuge bereits anreisten.

Wir werden sehen was die nächste Woche bringt...

Die erste Woche des Fluglagers neigt sich dem Ende zu. Wir hatten 3 durchwachsene Flugtage mit teilweise doch sehr kräftiger Thermik und dem einen oder anderen Schauer dazwischen. Die Regentage haben wir dazu genutzt, uns die Produktion bei Schempp-Hirth Flugzeugbau, bzw. das eine oder andere Museum anzuschauen.

Heute und Morgen im Lauf des Tages erwarten wir die Teilnehmer der zweiten Lagerwoche. Die Aussichten dafür sind doch ein wenig vertrauenserweckender, als für die erste Woche. Wir gehen davon aus, dass wir in den nächsten Tagen dann doch die eine oder andere Strecke von hier aus fliegen werden können.