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Windenfluglager



Windenfluglager Quirnheim 29.03. – 01.04.10

 

Jedes Jahr brennt es den Piloten des FSV Neustadt in den Fingern, endlich wieder ins Flugzeug zu steigen und das zu tun, worauf sie wegen der Winterpause ein halbes Jahr warten mussten – Fliegen.

Weil der erste Flug der neuen Saison immer etwas Besonderes ist, ist es bei uns im Verein fast schon eine Tradition, diesen in Grünstadt auf dem Quirnheimer Berg zu machen. Auch  2010 sollte das nicht anders sein, weshalb ich und eine Hand voll weiterer Piloten am 29. März um 10 Uhr  auf dem Weg waren. Am Tag zuvor wurde bereits die ASK-21 nach Grünstadt geflogen, sodass wir sofort loslegen konnten.

Wenn man sich die Berichte über das Windenlager der vergangenen Jahre so ansieht, merkt man, dass  an Wetter schon alles von Schnee bis T-Shirt Temperaturen geboten war.  Dass wir an diesem Montag noch in die Luft kommen würden, hatte mich angesichts des starken Windes genau quer zur Bahn, größeren Regenschauern und tief hängender Wolkendecke dann doch überrascht.

Doch unser Team ließ sich davon nicht entmutigen. Nach einem gemütlichen Frühstück in der Flugplatzkantine des Luftfahrtvereins Grünstadt, entschlossen wir uns, es zu probieren.  Mit einem perfekten Vorhaltewinkel beim Windenstart stiegen dann Klaus Klein und Bernd Hackebeil souverän gen Himmel, als hätten sie den ganzen Winter über nichts anderes gemacht. Somit stand das Tagesprogramm fest. Fliegen, was die Winde hergibt. Und sie gab viel her. Alle Piloten konnten an diesem Tag ohne wetterbedingte Unterbrechung 2-3 Starts machen.

Auch am zweiten Tag ging es interessant weiter. Wieder herrschte starker Seitenwind mit kräftigen Böen; wohl Standardwetter in Grünstadt. Doch unsere Piloten gewöhnten sich schnell an die Bedingungen. Spannend wurde es für mich und Bernd Hackebeil, als er mir für eine Seilrissübung in ausreichender Höhe das Schleppseil ausklinkte. Auch wenn der Landeanflug aus dieser Position für mich ungewöhnlich war, konnten wir die Maschine sicher landen.  Wieder konnten am diesen Tag knapp 20 Starts gemacht werden, sodass jeder oft genug in die Luft kam.

Tag drei brachte außer kräftigem Seitenwind viele Regenschauer, weshalb es des Öfteren vor kam, dass sich bis zu 9 Leute im Startbus der Grünstädter versammelt hatten.  Unterbrochen wurde die Warterei auf den nächsten Flug auch gerne mal von einer Pause mit Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen zur Stärkung. Zwischen den Schauern kam dann oft die Sonne raus, sodass die Flüge durchaus schön waren und man ein paar Minuten länger oben bleiben konnte. Am letzten Tag gab es zwar keine Regenschauer, da es aber nachts klar war, war es ziemlich kalt. Das hielt uns natürlich nicht davon ab, ins Flugzeug zu steigen. Wieder hatten wir knapp 20 Starts an diesem Tag. Abends nach dem Flugbetrieb ließen wir dann das Fluglager gemütlich ausklinken, bei einem guten Abendessen im Restaurant des Motorradmuseums.

Insgesamt können wir alle auf ein schönes Fluglager zurückblicken, das uns allen fliegerisch viel gebracht hat und vor allem Spaß bereitet hatte.

Hans-Peter Hefner