OLC- 2.Bundesliga – Klassenerhalt geschafft!


Nach Runde 17 von 19 stand der FSVN mit 102 Punkten auf einem vermeintlich sicheren Platz 20 in der Tabelle. Doch für die beiden letzten Wochenenden war klar, dass nur ein Minimal-Ergebnis von einem Punkt für die Mannschaft drin war: alle Vereinsflugzeuge wurden abgebaut, die große Mehrheit der Vereinspiloten war durch die Organisation der Quali-Meisterschaft in Lachen-Speyerdorf am Boden gebunden. Nur Steffen Schmidt würde als Teilnehmer der Quali einen Wertungsflug einreichen können.

Würde es also zum Klassenerhalt reichen? Die Statistik zeigte eine positive Tendenz, noch nie war ein Verein, der mehr als 100 Gesamtpunkte erreicht hatte, abgestiegen. Die Mathematik zeigte aber auch, dass es theoretisch noch möglich war, dass die Lachener Piloten in 2023 in der Landesliga fliegen müssten.
Am Sonntag nach der Siegerehrung des Quali-Wettbewerbs war dann der Lilienthal-Flugplatz wieder im Normalbetrieb und zumindest ein Neustadter Pilot konnte die gute Wolkenthermik über dem Pfälzerwald zu einem Liga-Flug nutzen: Uli Steichlechner erreicht mit der ASG29 eine Schnittgeschwindigkeit von 101 km/h.
Das brachte den letzten Zähler für die Gesamtwertung: mit 104 Punkten steht Neustadt nun zum Saisonabschluß auf Platz 21, drei Plätze vor dem ersten Absteiger, dem Aeroclub Berlin.

Für die rheinland-pfälzischen Vereine war es keine einfache Saison: der AC Nastätten aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz rettete sich im Schlussspurt aus der Abstiegszone, leider abgestiegen in die Landesliga ist der SSV Ludwigshafen.
Um den Aufstieg in die 1. Bundesliga gab es in der letzten Runde ein wahres Foto-Finish: die SFG Bensheim schaffte es auf Platz sechs und ist 2023 damit erstklassig. Die FG Freudenstadt zog leider gegen die FSG Schwarze Heide (NRW) den Kürzeren: bei Punktgleichstand entschied die um 40 km/h geringere Gesamtsumme der Wertungsgeschwindigkeiten gegen die Schwarzwälder.

Erfreulich ist die Breite des Mannschafts-Ergebnisses der Bundesliga-Piloten aus Neustadt: 10 Piloten und eine Pilotin haben sich in die Siegerlisten der 19 Wochenenden eingetragen. Mit 11 Platzierungen führen Tobias Wendling und seine LS6 die Wertung an. Er hat in der Saison 2022 bereits 16.800 km für den Verein gewertet. Erfreulich sind auch die Ergebnisse aus dem Junioren-Bereich: Erva Satun, Joachim Kaltenborn und Jeremias Proswitz erflogen mehrere Wertungen für das Bundesliga-Team.

DG100G – gemessen und gewogen


Nachdem wir am späten Vormittag den Flugplatz nach dem Quali-Wettbewerb wieder in Betriebsbereitschaft gebracht und in der Boxenhalle die Reste der Abschlußfeier vom Vorabend beseitig hatten, war nach der obligatorischen Mittagsstärkung noch Gelegenheit, in der fast leeren Flugzeughalle unsere DG100G aufzubauen.
Sie wurde in Einzelteilen gewogen, der Schwerpunkt und die maximale Zuladung bestimmt. Die Ruderausschläge wurden gemessen und korrigiert. Etwas Anlauf (3 Versuche) benötigten wir, um das neue, korrekte Kennzeichen im feuerfesten Typenschild zu verewigen. Danach machte Reinhold noch schöne Fotos von den aufgeklebten Kennzeichen für’s Luftfahrtbundesamt.

Bevor die DG wieder im Hänger verschwand nutzen auch noch einige Aspiranten die Chance für eine erste Sitzprobe.

Doch zuerst ist jetzt unser Prüfer an der Reihe:  alle Papiere für die Wiederzulassung der D-6433 müssen zur Behörde. Mal schauen, wann wir dann Post aus Braunschweig bekommen.

Quali 2022 – es läuft!

Enrique Levin – Offene Klasse

 

Matthias Sturm – 18m-Klasse

Nach zwei sehr guten Wettbewerbstagen kann man sagen: es läuft!
Für die Piloten hat das Hochdruckwetter trotz der immer wieder abtrocknenden Cumuli sehr gute Thermik zu bieten, die am Mittwoch sogar bis auf 2800m reichte.
In der Offenen Klasse zeichnet sich eine deutliche Überlegenheit der EB29R mit ihrem Piloten Enrique Levin ab. Der amtierende Deutsche Meister der Standard-Klasse rollte die ersten beiden Tage das Feld von hinten auf und war dann mehr als 15 Minuten vor dem Zweitplatzierten zurück in Lachen.

Bei den 18m-Fliegern ist da deutlich mehr Gedränge um die Spitzenplätze: Ex-Weltmeister Matthias Sturm hat sich am ersten Wertungstag an die Spitze gesetzt, doch die Verfolger machten am zweiten Tag wieder Boden gut. In der Spitzengruppe dabei sind auch Laurenz Theisinger aus Landau und Nils Koster vom SSV Ludwigshafen.

Es läuft auch gut am Boden: Wiegen, Gridaufbau, Briefing, Verdichten, Startbereitschaft. Mit den vier Schleppmaschinen und den zahlreichen Eigenstartern in der Offenen Klasse bringen wir das gesamte Feld in 40 Minuten in den Ausklinkraum. Da kann niemand meckern.

Für Reimar und Frank gab es als Wettbewerbsleitung auch noch wenig Anlass für erhöhten Blutdruck.
Nachdem Björn die Kühltheke im Clubheim wieder instandgesetzt hat, läuft es auch vortrefflich mit der Verpflegung: Erva und Claudia versorgen die Helfertruppe mit Köstlichkeiten und abends steht Bar-Mann Jens  den  Mädels zur Seite.

Jere und Benedikt an der Waage
Sportleiter Frank
Babysitterin Erva
Grid-Control
Carlo als Grid-Marshall
Lea mit Papa und Andreas als Einweiser
Kalle als Märchenerzähler
Wettbewerbsleiter auf dem Weg zum Briefing
Hochsommer auf dem Flugplatz

 

Quali 2022 – Lachen-Speyerdorf hat begonnen!


Pünktlich um 20 Uhr startete am Dienstagabend die Qualifikationsmeisterschaft zur DM2023 auf dem Flugplatz Lilienthal mit dem Eröffnungsbriefing.
Wettbewerbsleiter Reimar Möller verdeutlichte den 45 angereisten Meisterschafts-Piloten und ihren Helfern die Regeln des auf 10 Tage angesetzten Streckenflug-Wettbewerbs.
Seine einleitenden Worte versprachen ein kurzes, aber knackiges Briefing: neben den sportlichen Wettbewerbsregeln von Loggerintervall bis Ausklinkhöhe gab es noch viele weitere organisatorische Themen. Kurz nach 21 Uhr entließ er die Wettbewerbspiloten in die Nachtruhe.

Montag und Dienstag waren bereits offizielle Trainingstage für die Teilnehmer. Pflichtprogramm dabei war es auch, das Flugzeug und den Piloten der Wettbewerbsleitung vorzustellen. Rheinhold Mallik vom FSV Neustadt prüfte alle Flugzeuge und deren „Papiere“ auf Wettbewerbskonformität. Zudem wurden alle Flugzeuge mitsamt den Piloten gewogen, um auch bei der maximalen Abflugmasse die Chancengleichheit zu gewährleisten.

Am Mittwoch wird der erste Wertungstag sein: ab 8.30 Uhr können die Piloten ihre Flugzeuge auf der Startbahn in die vorgesehene Startreihenfolge bringen. Um 10 Uhr findet dann das tägliche Aufgaben- und Wetterbriefing statt. Sportleiter Frank Schwerdtfeger wird dann zusammen mit Diplom-Meteorologe Karl-Heinz Enderle eine Streckenaufgabe für beide Wertungsklassen der Meisterschaft definieren und den Piloten auch schriftlich aushändigen.

Auf der Wettbewerbsseite www.wettbewerb.fsvn.de wird es ein live-tracking für die am Boden gebliebenen geben.

Hitzewelle – Segelflieger bereiten sich auf Waldbrände vor

Fluglehrer Kalle erklärt Silke und Yasin die Einzelheiten der Feuermelde-Verfahren

Angesichts der enormen Trockenheit und der vom Deutschen Wetterdienst ausgewiesenen Waldbrand- und Grasland-Feuerrisiken bereiten sich auch die Segelflieger vom Flugsportverein Neustadt auf ihre Aufgabe als Feuermelder vor.
Beim morgendlichen Briefing vor der Flugzeughalle wurde die Meldekette im Brandfall detailliert besprochen: nach dem Entdecken eines Brandes ist es essentiell eine möglichst genaue Position der Flammen zu bestimmen. Über den Flugfunk soll diese an die Bodenstelle am Otto-Lilienthal-Flugplatz übermittelt werden. Der diensthabende Flugleiter wird dann die Rettungsleitstelle Vorderpfalz in Ludwigshafen kontaktieren und die Brandstelle möglichst genau beschreiben.
Im Pfälzerwald kann das natürlich etwas schwierig werden. Die Segelflugzeuge verfügen heutzutage über GPS-Empfänger, sodaß der Pilot auf wenige Meter genau sagen kann, wo er sich befindet.
Für die Feuerwehr wird es dann aber nicht ganz so einfach die Koordinaten der Satellitennavigation anzufahren. Eine gute Referenz können hier die ausgewiesenen Rettungspunkte im Wald sein. Diese sind den Ortfeuerwehren bestens bekannt. Mit einer Handy-App lässt sich auch ganz einfach die Richtung und Entfernung zum nächsten Rettungspunkt bestimmen. Flugleiter und Leitstelle können danach mittels digitaler Karten die Anfahrwege zur Brandstelle besprechen und an die alarmierten Löschzüge senden.

Die erhöhte Wachsamkeit der Segelflieger richtet sich auch auf das heimische Fluggelände in Lachen-Speyerdorf: die Trockenrasen- und Magerwiesenflächen der ehemaligen Allmende-Viehweiden sind stark ausgetrocknet. Die Brandgefahr ist entsprechend hoch. Deshalb möchte der Verein alle an das bestehende Rauchverbot auf den Betriebsflächen erinnern!

Oliver Rimmel – neuer Segelfluglehrer FI(S) beim FSVN

Endlich ist sie da, die neue Fluglizenz! Am Samstag konnte der frisch lizenzierte Segelfluglehrer Oliver Rimmel (33) aus Lachen-Speyerdorf seine ersten Starts mit „echten“ Flugschülern machen. Zunächst noch unter Aufsicht eines erfahrenen Fluglehrers, aber der muss natürlich am Boden bleiben, denn mehr als zwei Sitzplätze gibt es nicht in den Schulflugzeugen des FSV Neustadt.
Seit 2016 sitzt Oliver im Cockpit von Segelflugzeugen. Im letzten Herbst hat er die Ausbildung zum Segelfluglehrer begonnen: eine praktische Kompetenzbeurteilung und dann Gewöhnungsflüge am Heimatflugplatz in Lachen-Speyerdorf, um das Steuern vom hinteren Sitz im Schulungsdoppelsitzer einzuüben. Darauf folgte an einem Wochenende im Januar ein Pädagogikkurs für die Fluglehrer-Aspiranten.

Der zweiwöchige Praxis-Lehrgang fand dann Ende April in Bad Sobernheim (Nahe) im Ausbildungszentrum des Luftsportverbandes Rheinland-Pfalz statt. Die Teilnehmer kamen aus dem gesamten Süden der Republik, aus Hessen, Baden-Württemberg, Bayern und Rheinland-Pfalz. Neben den 16 Lehrer-Aspiranten im Alter zwischen 18 und 63 Jahren, waren mehrere erfahrene Fluglehrer-Ausbilder auf dem Flugplatz Domberg damit beschäftigt, Didaktik und Flugübungen im Segelflug-Cockpit unter einen Hut zu bringen. Natürlich wurde bei fast jedem Wetter so viel wie möglich geflogen.

Zum Abschluss der zwei Wochen gab es noch einen Prüfungsmarathon: am ersten Tag wurde von den Prüfungsräten in bis zu 6-stündigen mündlichen Prüfungen das theoretische Wissen der Neu-Fluglehrer abgeklopft. Am letzten Tag durften die Anwärter nochmals bei vier Prüfungsflügen beweisen, dass sie auch alle denkbaren Situationen, in die ein ungeübter Flugschüler das Flugzeug so bringen kann, sicher beherrschen und dabei den Flugschüler auch zum Lernerfolg führen können. Nicht unerheblich war zudem der Zeitaufwand für die Vorbereitung und Durchführung zweier Theorie-Lehrproben während des Lehrgangs.

Alle Teilnehmer haben erfreulicherweise bestanden, sie fuhren mit einem Prüfungszeugnis in der Tasche nach Hause. Einige hatten auch binnen weniger Tage ihre neue Fluglizenz in Händen und konnten schon mit der Fluglehrertätigkeit im Mai beginnen. Nicht so für die rheinland-pfälzischen Teilnehmer. Für die war leider noch wochenlanges Warten auf den neuen „Lappen“ angesagt, denn in der zuständigen Luftfahrtbehörde auf dem Hahn hatten Urlaubsvergabe und Corona-Erkrankungen die Personaldecke so minimiert, dass keine Lizenzanträge mehr bearbeitet wurden.
Am Mittwoch war dann aber doch die neue Lizenz bei Oliver im Briefkasten, sodass dem ersten Ausbildungs-Wochenende nichts mehr im Wege stand. In seiner „Probezeit“ muss der frischgebackene Fluglehrer nun einen oder mehrere Flugschüler in allen Ausbildungsabschnitten erfolgreich unterrichten, bevor er dann eigenverantwortlich neue Segelflieger*innen ausbilden darf.

Der Flugsportverein Neustadt wünscht seinem frischgebackenen Fluglehrer FI(S) Oliver Rimmel viel Spaß beim Ausbilden und viele begeisterte Flugschüler!

Deutsche Segelflugmeisterschaften 2022 in Zwickau – grandioses Ergebnis der rheinland-pfälzischen Piloten


Vom 6. bis 17. Juni wurden im sächsischen Zwickau die Deutschen Segelflugmeisterschaften 2022 ausgeflogen. In drei Wertungsklassen, der Clubklasse, der Standard- und der 15m-Klasse wurden die Deutschen Meister und die Mitglieder der Nationalmannschaft neu bestimmt. Die Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz können eine großartige Bilanz ziehen: 5 von 9 vergebenen Pokalen finden ihren Platz westlich des Rheins:
in der Standard-Klasse wurde Robin Sittmann vom Aeroclub Rhein-Nahe Deutscher Vizemeister. In der Clubklasse wurde Uwe Melzer von der SFG Giulini Ludwigshafen Vizemeister, Marcus Daewert vom AC Koblenz stand als Dritter der Clubklasse auch auf dem Treppchen.

Das Ergebnis in der 15m-Klasse ist eine pfälzische Erfolgsstory: Henrik Bieler vom AeC Landau wurde Deutscher Meister, sein Teamflug-Partner Marc Schick vom Flugsportverein Neustadt wurde Dritter der Meisterschaft.

Henrik und Marc hatten die Meisterschaft am 6. Juni mit einem Paukenschlag begonnen: sie flogen die vom zweifachen Weltmeister Werner Meuser ausgesteckte Aufgabe am schnellsten und setzten sich gleich mal an die Spitze der Gesamtwertung. Die nächsten Wettkampftage waren aus meteorologischer Sicht sehr schwierig, die Wertungsstrecken waren deshalb eher kurz und mit wenigen Punkten belohnt. Ein Wertungstag musste sogar komplett gestrichen werden. Henrik hielt die ganze Zeit Tuchfühlung zum ersten Gesamtplatz, Marc war zwischenzeitlich einmal auf Gesamtplatz 5 abgerutscht. Wertungstag 7 zeigten die beiden wieder eine bärenstarke Leistung, sodass sie in der Gesamtwertung wieder ganz vorne rangierten.
Am 8. Wertungstag gab es endlich eine 1000-Punkte-Aufgabe, die vom amtierenden Weltmeister Uwe Wahlig von der SFG Bensheim gewonnen wurde. Die beiden Pfälzer Ventus-Piloten Henrik und Marc waren nur 0,5 km/h langsamer auf Tagesplatz zwei und drei.
Von hieran war der Meistertitel wirklich im Visier, doch das Wetter zeigte sich weiter von seiner unfreundlichen Seite: Sportleiter Meuser musste auch Wertungstag 9 neutralisieren.


Die Entscheidung über den deutschen Meistertitel sollte also am allerletzten Wertungstag fallen: Marc und Henrik entschieden sich auf der 300-km-Racing-Task für einen späten Abflug, was zu einem nicht allzu schnellen Tagesergebnis führte. Die direkte Konkurrenz wollte wohl aber auch nicht mehr zu viel riskieren und wählte eine ähnliche Abflugzeit, sodass die Spitze der Gesamtwertung nicht mehr durcheinander gewürfelt wurde:

Henrik Bieler ist Deutscher Segelflugmeister 2022 in der 15m-FAI-Klasse, Marc Schick Dritter der Meisterschaft und damit auch neues Mitglied der Nationalmannschaft.

Freiflug mit 14 Jahren – Benedikt Wilden

Am Donnerstag haben sie ihn “losgelassen” – mit seinem 50. Segelflugstart steuerte der erst 14-jährige Benedikt Wilden aus Lachen-Speyerdorf die ASK21 zum ersten Mal alleine durch den Luftraum am Lilienthal-Flugplatz.


A-Prüfung nennt das platt das deutsche Luftrecht; “going solo” beschreiben die Engländer dieses erhebende Gefühl, wenn der Fluglehrer zum ersten Mal am Boden zurückbleibt. Ganz treffend nennen es die Franzosen “lacher” – von der Leine lassen.
Das verantworten in Deutschland immer noch zwei Fluglehrer, die jeweils ihre Zustimmung zum 1. Alleinflug geben müssen:  Vereinsvorsitzender und Fluglehrer Reimar Möller lies sich von Benedikt am Donnerstagmorgen nochmal eine Seilrissübung vorfliegen, dann bereitete Frank Schwerdtfeger als verantwortlicher Lehrer den angehenden Alleinflieger auf die drei Flüge zur A-Prüfung vor.


Um 13.20 Uhr hob die ASK21 mit Pilot Benedikt, von der Elektrowinde geschleppt, von der Piste 29 in den Himmel über Neustadt ab. Nach einem kurzen Hüpfer zum 1. Alleinflug, fand Benedikt schon beim 2. Alleinflug einen Thermikaufwind und dehnte das Vergnügen auf 18 Minuten Flugzeit aus.

Unsere Tennis-Helden

Beim 5. Dorf-Team-Cup des TC Blau-Weiß Lachen-Speyerdorf vertraten uns Beate, Ralf, Philipp und Richard heldenhaft:


mit 2 Siegen und 2 Niederlagen schafften sie es auf den 3. Platz!  Dabei glänzte vor allem Tennis-Newbie Richard mit sagenhaften Aufschlägen und perfekten Ballwechseln.

Tobias (14) – unser jüngster Himmelsstürmer!


Am Sonntagabend 22.05.22 – 17.43 MESZ, war es soweit:
Tobias M. (14 J.) machte seine ersten drei Alleinflüge im Segelflug.

Was für eine Geschichte: im November 2021 trat er zusammen mit seinem nur ein paar Montate jüngeren Freund Benedikt W. in den FSVN ein, also Mitten in der fliegerschen Winterpause.
Aber schon da mit einem klaren Ziel: den restlichen Winter drückten die beiden an den Wochenenden eifrig die Schulbank im Theorieunterricht des Vereins, bevor dann im April die Flugsaison 2022 startete.
Beide waren eifrig bei der Sache, mit Beginn der Praxis geradezu entfesselt. Wissbegierig und hochmotoviert wurden alle praktischen Übungen angegangen. Manch älterer Fluglehrer staunte, wie die beiden Youngster immer wieder aktiv nach neuen Flugaufgaben fragten und darauf achteten, daß auch alles im blauen Ausbildungsnachweis dokumentiert wurde.
Auch das trübste Wetter hielt sie nicht vom Flugplatz in Lachen-Speyerdorf fern. Fliegen, fliegen, fliegen war das Motto.
Jetzt, nach nur zwei Monaten Flugtraining, war die Ausbildung zum ersten Alleinflug abgeschlossen. Am Samstag durften die beiden bei böigem Westwind und kräftiger Thermik ihr antrainiertes Können unter Beweis stellen. Auch bei diesem Wetter sollten nicht nur die normalen Flugverfahren, sondern auch das Verhalten bei Störungen und ungewohnten Situationen sicher beherrscht werden. Kein Problem für die beiden Himmelstürmer.

Sonntagfrüh war dann ruhiges Hochdruckwetter gemeldet. Ideales Wetter für die Alleinflug-Aspiranten. Doch diesmal kam Tobias alleine mit dem Fahrrad nach Lachen. Benedikt, einer der Topscorer bei der C-Jugend des TV Kirrweiler, mußte seine Handball-Mannschaft im Quali-Turnier den Aufstieg in die Pfalz-Liga sichern helfen. Auch in diesem Alter muß man schon Prioritäten setzen.

Tobias spulte schon mit einer gewissen Routine seine Übungsflüge mit den beiden diensthabenden Fluglehrern Helmut Thate und Bernd Hackebeil ab. Ihm war natürlich klar, welche Stunde geschlagen hatte. Er mußte sich aber etwas gedulden: für diesen riesigen Schritt in der Pilotenwelt, zum ersten Mal alleine im Flugzeug zu sitzen, wählen die Fluglehrer üblicherweise die wind- und thermikfreien frühen Abendstunden aus. Wenn kaum noch andere Flugzeuge in der Luft sind, haben die Alleinflieger dann den ganzen Flugplatz für sich.

Unter den Augen der beiden Fluglehrer absolvierte Tobias seinen Startcheck, bevor er mit dem Schulflugzeug ASK21 dann an der Seilwinde zum ersten Mal allein abhob. Es war sein 50. Start seit Ausbildungsbeginn.
Immer wieder die größte Überraschung beim ersten Alleinflug: das fehlende Gewicht des Fluglehrers führt zu einer größeren Starthöhe und auch die Trimmung wird zum ersten Mal im kopflastigen Bereich gebraucht.
Nach drei tadellosen Flügen hatte Tobias sein A-Prüfung in der Tasche. Nach dem Einräumen und der traditionellen “Formation des Hosenbodens” nahm er strahlend die Glückwünsche seiner Fluglehrer und aller Anwesenden entgegen.
Jetzt kommt das lange Himmelfahrt-Wochenende, sicher auch mit der Chance für seinen Freund Benedikt, in der Flugausbildung wieder mit ihm gleichzuziehen.
Wenn die zwei das Tempo und den Fokus in der Ausbildung beibehalten, dann sind am Ende der Saison alle Lerninhalte vermittelt, so Ausbildungsleiter Steffen Schmidt. Allerdings wird die Pilotenlizenz für Segelflieger erst mit dem Mindestalter von 16 Jahren ausgestellt.